Frauen und Rauchen

Daten und Fakten aus Deutschland

Frauen und Rauchen

Aktuell rauchen 20,8 % der Frauen im Alter ab 18 Jahre. Besonders verbreitet ist das Rauchen bei Frauen aus niedrigeren Bildungsgruppen. Beträgt der Anteil der Raucherinnen bei Frauen im Alter zwischen 30 und 44 Jahren und mit hoher Schulbildung 14,2 %, sind es bei Frauen mit niedrigerer Schulbildung 26,0 % [1]. Beim Vergleich der Prävalenzen zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union liegt Deutschland bei den Frauen im mittleren Drittel [1].

Frauen und Passivrauchbelastung

Aktuell ist in Deutschland ein Anteil von 11,3 % der nichtrauchenden Bevölkerung regelmäßig Passivrauch ausgesetzt. Frauen sind mit einem Anteil von 8,3 % seltener betroffen, verglichen mit 14,7 % bei den Männern. Die höchste Exposition besteht bei Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren. Frauen sind hauptsächlich bei Freunden und Bekannten sowie zu Hause Passivrauch ausgesetzt. Passivrauchbelastung am Arbeitsplatz kommt bei Frauen seltener vor, verglichen mit Männern. Insgesamt sind Frauen aus niedrigeren Bildungsgruppen häufiger Passivrauch aus gesetzt, verglichen mit solchen, die über höhere Bildungsabschlüsse verfügen [2].

[1] Zeiher J, Kuntz B, Lange C. Rauchen bei Erwachsenen in Deutschland. Journal of Health Monitoring. 2017 2(2) DOI 10.17886/RKI-GBE-2017-030 Robert Koch-Institut, Berlin
[2] Zeiher J, Starker A, Lampert T, Kuntz B. Passivrauchbelastung bei Erwachsenen in Deutschland. Journal of Health Monitoring ·2018 3(2) DOI 10.17886/RKI-GBE-2018-069 Robert Koch-Institut, Berlin

Frauen und Rauchstopp

Frauen wagen seltener Aufhörversuche als Männer und scheitern auch häufiger, an der erfolgreichen Umsetzung. Ihnen werden zudem mit geringerer Wahrscheinlichkeit nikotinhaltige Medikamente zur Unterstützung des Rauchstopps verschrieben. Medikamentöse Hilfen scheinen bei Frauen die Entzugssymptome weniger effektiv zu dämpfen als bei Männern. Andere Faktoren, die den Rauchstopp für Frauen erschweren sind, die höhere Sensibilität für Entzugssymptome, größere Bedenken wegen einer Gewichtszunahme und hormonelle Schwankungen während des Menstruationszyklus‘. Frauen haben zudem höhere Erwartungen an die stimmungsregulierende Wirkung des Nikotins und eine geringere Zuversicht, bei negativen Gefühlen auf das Rauchen verzichten zu können.